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TensionTerminator – Anwendungsstudie

Pain-Map aus AWB TensionTerminator

Unsere Arbeitswelt findet sich vor allem sitzend, meist vor dem Bildschirm wieder. Die andauernde statische Belastung des Bewegungsapparates führt zuerst zu Verspannungen, Nervenirritation und Spannungskopfschmerzen. In weiterer Folge kommt es zu Bandscheibenschäden, Verengungen im Rückenmarkkanal oder Arthrosen. Diese Probleme sind bereits Ursache für fast jeden vierten Arbeitsunfähigkeits-Tag.

Martin Feuerstein, Inhaber der Firma ErgoPhysion, hat aus seiner langjährigen Praxis als Physiotherapeut ein Medizinprodukt entwickelt, das Menschen mit Verspannungsschmerzen eine Linderung der Beschwerden ermöglicht. Dieses Medizinprodukt wird unter dem Namen TensionTerminator angeboten.

Im Rahmen eines FFG geförderten Projektes, wurde vom TiQG in Zusammenarbeit mit der Research Unit für Orthopädische Physiotherapie an der UMIT Tirol, eine Studie über die Selbstanwendung des TensionTerminators zur Verringerung von Verspannungsschmerzen im betrieblichen Kontext durchgeführt.

Leistungen des Instituts

  • Durchführung einer Anwendungsbeobachtung zur Identifikation der Wirkungsmechanismen von Belastungen am Arbeitsplatz auf Verspannungsschmerzen sowie deren Einfluss auf die individuelle Verfassung und auf die betriebliche Arbeitsleistung;
  • Die Identifikation von förderlichen organisationalen Kontextfaktoren für die körperliche Selbststimulation am Arbeitsplatz unter Nutzung des TensionTerminator;
  • Erstellung eines online-Erhebungstools auf betrieblicher Ebene für den unmittelbaren (live) Wirkungsnachweis dieser Maßnahme im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF);
  • Erstellung eines Erhebungsinstrumentes für das Post Market Surveillance;
  • Die Identifikation von Kriterien für die sichere Anwendung dieses Medizinproduktes;
  • Die Identifikation von Ansatzpunkten und Risikoabschätzung für die Weiter- oder Neuentwicklungen;

Ergebnisse

Die Ergebnisse aus dieser Anwendungsbeobachtung untermauern die Problemstellung durch Verspannungen und deren Wirkung auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen im betrieblichen Kontext. 6 von 10 Mitarbeiter*Innen leiden täglich bis mehrmals in der Woche an Verspannungsschmerzen mit Auswirkungen auf Konzentration, Schlaf, Lebensfreude und Medikamentengebrauch. Die Problemlösung durch den TensionTerminator wurde im Rahmen dieser Studie einem breiten „Realitätscheck“ unterzogen, den dieses Medizinprodukt mit Bravour bestanden hat.

Die individuellen Rückmeldungen sind trotz COVID-bedingter Einschränkung, wie eine verhinderter Zugang zum TensionTerminator durch Home-Office, Zusatzbelastungen im privaten Umfeld, Betriebsunterbrechungen u.ä., ausschließlich sehr positiv zu bewerten.

Bei den Wirkungszusammenhängen zeigt sich eindeutig, dass mit der Intensität der Nutzung des TensionTerminator die Beschwerden deutlich reduzieren, die Beweglichkeit verbessert und das Wohlbefinden gesteigert werden.

Wesentliches Ergebnis ist die Bedeutung der Erweiterung des Medizinproduktes um die Servicekomponente – Implementierung, begleitende Kommunikation, Beweglichkeitsmessung und Anleitung durch die Physiotherapeut*innen, begleitende Anwendungsbeobachtung und Reporting der Ergebnisse and die Organisation.

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