Gesundheit in Zeiten der Transformation:
Nachhaltigkeits-Botschafter:in im Gesundheits- und Sozialwesen
Zielsetzung und Nutzen
GESUND FÜR MENSCH UND UMWELT
Gesundheit endet nicht beim Menschen, sondern ist ein Ganzes aus Mensch und Umwelt. Hitzesommer, Luftqualität und Ernährung wirken direkt auf unsere Gesundheit und auf die Gesundheit der Menschen, die wir betreuen. Gleichzeitig verursacht das Gesundheitswesen selbst rund 7 % des österreichischen CO₂-Fußabdrucks.
Hier setzt Planetary Health an: Wer Gesundheit erhält und fördert, schützt damit auch die Umwelt. Und eine gesunde Umwelt ist die Grundlage für gesunde Menschen. Es geht also um Ihre Gesundheit, um die Gesundheit der Patient:innen und Klient:innen und um die Gesundheit unserer Umwelt.
Sie möchten Gesundheit ganzheitlich verstehen?
Sie interessieren sich für neue Ansätze in der Gesundheitsversorgung?
Sie fragen sich: Wie können wir Gesundheitsversorgung so gestalten, dass sie heute hochwertige Leistungen ermöglicht und zugleich die gesundheitlichen Grundlagen künftiger Generationen schützt?
Dann sind Sie in diesem Lehrgang richtig.
Die Fortbildung „Nachhaltigkeits-Botschafter:in im Gesundheits- und Sozialwesen“ der fh gesundheit in Zusammenarbeit mit den tirol kliniken und der Medizinischen Universität Innsbruck vermittelt praxisnahes Wissen und konkrete Werkzeuge, um Nachhaltigkeit im eigenen Arbeitsbereich wirksam zu verankern. Sie richtet sich an alle Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialwesen, die Verantwortung übernehmen und Veränderung mitgestalten möchten.
Die Teilnehmer:innen lernen, Nachhaltigkeit als Teil guter Versorgung zu verstehen und in den eigenen Berufsalltag zu integrieren. Dazu gehören etwa klimaresiliente Strukturen, ein verantwortungsvoller Einsatz von Medikamenten und Medizinprodukten, nachhaltige Ernährung, Mobilität und Beschaffung sowie die Kommunikation mit Patient:innen.
Nach Abschluss der Fortbildung können die Teilnehmer:innen:
Zusammenhänge verstehen
- Zusammenhänge zwischen Klima, Umwelt und Gesundheit erkennen und für das eigene Berufsfeld einordnen
- klima- und umweltbezogene Risiken wie Hitze, Extremwetter, Energieausfälle, Lieferkettenprobleme oder Medikamentenengpässe in der Versorgung mitdenken
Verantwortungsvoll handeln
- Arzneimittel, Diagnostik, Medizinprodukte und weitere Ressourcen nach dem Choosing-Wisely-Prinzip abwägen und gezielt einsetzen, ohne Abstriche bei Indikation, Hygiene, Qualität oder Sicherheit
- nachhaltige Maßnahmen als Beitrag zu Qualität, Patient:innensicherheit und krisenfester Versorgung entwickeln
- Patient:innen und Klient:innen für Hitzeschutz, Ernährung, Bewegung, Luftqualität und Prävention sensibilisieren
Veränderung gestalten
- eigene Nachhaltigkeitsinitiativen planen, umsetzen und evaluieren
- Nachhaltigkeit im Sinne eines Whole Institution Approach in Strukturen, Prozesse und Entscheidungen der gesamten Einrichtung einbringen
- Nachhaltigkeitsthemen fachlich vertreten, Kolleg:innen informieren und als Multiplikator:innen wirken
- Veränderungsprozesse verstehen und begleiten, unterschiedliche Reaktionen darauf einordnen und Menschen mit passenden Kommunikations- und Beteiligungsformen für neue Wege gewinnen
Ein besonderer Fokus liegt auf den sogenannten Co-Benefits: Maßnahmen, die zugleich die Gesundheit von Menschen fördern und Umweltbelastungen reduzieren. Dazu zählen beispielsweise eine ausgewogene, stärker pflanzenbasierte Ernährung, aktive Mobilität, Bewegungsförderung, Hitzeschutz, Prävention und die Reduktion des Verwurfs von ungenutzten Produkten. Nachhaltigkeit ist weit mehr als ein ökologisches Thema – sie stärkt Patient:innensicherheit, Versorgungsqualität, Gesundheitsförderung und Krisenresilienz.
Unser Ziel: Ein modernes, innovativ aufgestelltes Gesundheits- und Sozialwesen, in dem alle Berufsgruppen die Gesundheit von Mensch und Umwelt zusammen denken.
Übersicht der Inhalte
Gesundheit und Nachhaltigkeit ganzheitlich verstehen: ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen der Nachhaltigkeit und ihr Zusammenhang mit Gesundheit, mit Herausforderungen, Chancen und kritischer Reflexion.
Praktische Beispiele und Good Practice: Berichte aus der Praxis zeigen erfolgreiche Initiativen, die Gesundheit und Umwelt gleichermaßen nützen, z. B. in Ernährung, Mobilität und Abfallmanagement.
Themenorientierte Projektarbeit: Die Teilnehmer:innen entwickeln eigene Ideen zu Ernährung, Mobilität, Energie, Beschaffung und Abfall. Dabei geht es auch um Barrieren, Chancen und konkrete Maßnahmen.
Projektmanagement und Methodik: Methoden, mit denen sich Vorhaben im eigenen Bereich planen, strukturieren und wirksam umsetzen lassen.
Kommunikation und Präsentation: wie man Kolleg:innen und Entscheidungsträger:innen gewinnt und eigene Projekte überzeugend präsentiert.
Kooperation und Reflexion: berufsgruppenübergreifend zusammenarbeiten, Themen kritisch reflektieren und an eigenen Projektaufgaben arbeiten.
Module – gesamt 6 Tage
GANZHEITLICH NACHHALTIGKEIT VERSTEHEN
3 Tage
PRAKTISCHE BEISPIELE
UND GOOD PRACTICE
1 Tag
THEMENORIENTIERTE PROJEKTARBEIT
1 Tag
PROJEKTMANAGEMENT
UND METHODIK
1/2 Tag
KOMMUNIKATION
UND PRÄSENTATION
1/2 Tag
Termine
02.03.27 | 08:00 – 17:00 | SR116
03.03.27 | 08:00 – 17:00 | SR116
16.03.27 | 08:00 – 17:00 | SR116
01.04.27 | 08:00 – 17:00 | SR116
14.04.27 | 08:00 – 17:00 | SR116
15.04.27 | 08:00 – 17:00 | SR116
Veranstaltungsort
fh gesundheit, Innrain 98, 6020 Innsbruck
Credits
Die Schulung ist für alle Berufsgruppen als Fortbildung mit 60 dfp/CPD, bzw. GuK-Punkten anrechenbar.
Kosten
Die Kurskosten betragen 580 Euro.
Für Mitarbeiter:innen der tirol kliniken übernimmt die Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement die Fortbildungskosten.
Information
Eva Maria Jabinger
E-Mail | +43 512 5322-76777
