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P7 Inklusives QM-Design und soziale Nachhaltigkeit am Beispiel von barrierearmen alpinen Serviceangeboten

Univ.-Ass. Mag. Alexander Plaikner, PhD ist Senior Researcher und Post-Doc an der UMIT TIROL (Department für Public Health, Health Services Research und HTA) sowie Projektleiter für Digital Tourism an der Universität Innsbruck. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen nachhaltiger und barrierefreier Tourismus, digitales Marketing, Smart Data Management sowie qualitativ-interpretative Methoden und Ethnographie in der Tourismusforschung.

Er verfügt über mehr als 20 Jahre internationale Führungserfahrung – u. a. als International Director bei Light for the World und SOS-Kinderdorf International – und hat zahlreiche Drittmittelprojekte (Interreg, FFG, TWF, Bundesministerien) zur nachhaltigen Destinationsentwicklung und Digitalisierung im Tourismus initiiert und geleitet. Seine Arbeiten sind in Fachzeitschriften wie Current Issues in Tourism und Frontiers in Sustainable Tourism publiziert. Er lehrt an der Universität Innsbruck, der UMIT TIROL, der FH Vorarlberg, der fh gesundheit sowie an der University of New Orleans.

Impulsvortrag auf dem 2. Tiroler Symposium für Qualität im Gesundheitswesen 2026

Es werden zentrale Erkenntnisse einer ethnografischen Studie und Top-Journal-Publikationen zu barrierearmen Freizeitaktivitäten im alpinen Raum präsentiert. Fokussiert  wird auf sozial inklusives Qualitätsmanagement (QM) im Gesundheitswesen und beleuchtet die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen beim Zugang zu Outdoor-Aktivitäten – vom Seilbahnerlebnis bis zum Paragliding. Entlang der Dienstleistungskette werden typische Barrieren wie Informationsbeschaffung, Mobilität, Kommunikation, Servicekompetenz und Nachbetreuung analysiert. Besonders hervorzuheben sind digitale Informationsangebote, innovative Kommunikationsformate und partizipative Feedbacksysteme zur gezielten Förderung von Inklusion und Qualität.

Es geht um die Bedeutung der Verbindung von Nutzerzentrierung, Servicequalität und Markenführung im QM. Transparente, barrierefreie Kommunikation sowie zielgruppenspezifische Ausrichtung steigern die wahrgenommene Servicequalität und stärken Selbstwirksamkeit und soziale Identität der Nutzer:innen. Strategische Marketinginstrumente wie Value Proposition, Relationship-Marketing und Stakeholder-Management werden als Schlüsselfaktoren für qualitätsgesicherte und partizipative Prozesse vorgestellt. Die Einbindung von Servicequalität als Markenkern, gezieltes Beziehungsmarketing und Feedbacksysteme im Sinne der Service-Dominant Logic bilden die Basis innovativer, inklusiver Gesundheits- und Sozialdienstleistungen.

Ebenso werden Transfermöglichkeiten auf andere Bereiche wie Prävention und Gesundheitsförderung diskutiert. Das Thema richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus QM, Marketing und Dienstleistungsentwicklung, die soziale Inklusion, Qualität und nachhaltige Innovationsprozesse fördern wollen.