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Die Wirkung der Vorgesetzten – Mitarbeiter:innenbeziehung auf das Pflegepersonal in Krankenhäusern

Studienpräsentation zum Engagement und Wohlbefinden in der Pflege
Hanspeter Wagner, UMIT Tirol Margit Raich, Verwaltungsdirektor Helmut Ziegler, Pflegedirektorin Michaela Traub, Bürgermeister Karl Köck, Vizebürgermeisterin Friederike Schmid, Bürgermeister Markus Köck, TiQG/fh Gesundheit Marc Crepaz, Bürgermeister Wolfgang Winkler //Foto Fotostudio René, Lechaschau
vlnr. Hanspeter Wagner, UMIT Tirol Margit Raich, Verwaltungsdirektor Helmut Ziegler, Pflegedirektorin Michaela Traub, Bürgermeister Karl Köck, Vizebürgermeisterin Friederike Schmid, Bürgermeister Markus Köck, TiQG/fh Gesundheit Marc Crepaz, Bürgermeister Wolfgang [ • ] Foto Fotostudio René, Lechaschau

Der Einfluss der Ausgestaltung der Beziehungen zwischen Mitarbeiter:innen und Führungskräften auf das Engagement und Wohlbefinden sowie auf die Zufriedenheit, Leistungsbereitschaft und Bindung des Pflegepersonals stand im Mittelpunkt der Befragung im Herbst 2021 im Krankenhaus Reutte. Die Ergebnisse wurden im Juni 2022 in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Reutte von der Studienleiterin Priv.-Doz. Dr. Margit Raich von der UMIT Tirol und von Mag. Marc Crepaz vom Tirol Institut für Qualität im Gesundheitswesen an der fh gesundheit präsentiert. Diese Studie wird Rahmen der Tiroler Wissenschaftsförderung unterstützt.

Die Mitwirkung an dieser Studie gibt den teilnehmenden Krankenhäusern einen Einblick in das Beziehungsgefüge zwischen Mitarbeiter- und Führungsebene über sämtliche Hierarchieebenen und zeigt Themenfelder auf, an denen in Zukunft führungstechnisch gearbeitet werden sollte. Gerade in der heutigen Diskussion in Zusammenhang mit dem fehlenden Fachkräftemangel in vielen Wirtschaftszweigen gilt es in Hinkunft einen besonderen Fokus auf die Bindung von Mitarbeiter:innen zu setzen.

Im Kontext des Gesundheitswesens stellt sich die Frage wie die Bindung an das Krankenhaus sowie die Zusammenarbeit im Team gestärkt werden kann, um eine qualitätsvolle Versorgung der Patient:innen zu gewährleisten und zu verbessern. Aus Sicht der Studienleiterin ist deshalb die Aufmerksamkeit darauf zu richten wie seitens der Führungskräfte über alle Hierarchiestufen hinweg ein „good place to work“ geschaffen werden kann.

Hier gilt es die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, indem man 

  • die gegenwärtigen Zielsysteme, Strukturen und Prozesse reflektiert und adaptiert,
  • das Augenmerk auf Führungsprinzipien, welche auf Transparenz, Vertrauen und Wertschätzung basieren, setzt und
  • in die Führungskräfteausbildung investiert.

Die Kollegiale Führung des Bezirkskrankenhauses Reutte will gemeinsam mit dem Träger mit Tatkraft an diesen Themen in Richtung wertorientierte Gesundheitsversorgung für den Bezirk arbeiten.

Link zum Bezirkskrankenhaus Reutte

Link zur UMIT TIROL

Schriftlicher Fragebogen, 116 Items, 16 Themenbereiche:

  • Rollen- und Leistungsverständnis
  • Beziehung und Austausch
  • Führungskraft und Mitarbeiter/in
  • Unterstützung durch Krankenhausleitung
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Teamarbeit
  • Feedback
  • Zufriedenheit mit Entscheidungsfindung und Informationsaustausch
  • Bindung an das Krankenhaus
  • Selbstbestimmung
  • Einfluss und Kompetenz
  • Arbeitszufriedenheit und Wohlbefinden
  • Arbeitsengagement
  • Personalressourcen
  • Gesundheit
  • Freiwilliges Engagement
  • Bürokratie
  • Persönliche Motivation

2 offene Fragen und demographische Merkmale; explorative Analyse in JASP, Textanalyse und Themenmodellierung mit Infranodus zur Darstellung von Wissens-Netzwerken und Einsatz von GPT-3 AI für die Unterstützung bei der Interpretation der textbasierten Antworten.

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