Karin Eglau war nach dem Abschluss ihres Medizinstudiums 1989 und der Erlangung des Jus Practicandi 1997 sechs Jahre lang als Ärztin für Allgemeinmedizin in Krankenanstalten tätig; 2005 erwarb sie den Master of Public Health. Sie war am Aufbau des medizinischen Controllings und der medizinischen Qualitätssicherung in der Humanomed (jetzt Mavie Med) beteiligt, wobei sie für medizinische Dokumentation und LKF sowie für Prozessoptimierungen zuständig war, und das Projekt „Klinisches Risikomanagement“ leitete. 2009 übernahm sie das medizinische Controlling in der KRAGES – u. a. die Planung von Leistungsangebot und Qualitätssicherung in den Krankenanstalten –, die Projektleitung „Onkologie Burgenland“ sowie medizinische Agenden im BURGEF.
Seit 2012 arbeitet Karin Eglau an der GÖG, mit den Arbeitsschwerpunkten Koordination Zielsteuerung-Gesundheit, Qualitätskriterien im ÖSG, Steuerungsinstrumente (Honorierungssys-teme, LKF, Kennzahlenentwicklung), ambulante Qualitätssicherung und Onkologie.
Im Dezember 2022 übernahm sie die Geschäftsbereichsleitung des Bundesinstituts für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG) und ist Mitglied der Geschäftsleitung. Im März 2025 übernahm sie die Abteilungsleitung Koordination Onkologie.
Impulsvortrag auf dem 2. Tiroler Symposium für Qualität im Gesundheitswesen 2026
2025 wurden im Rahmen der Zielsteuerung Gesundheit die Qualitätsstrategie und die Patienten-sicherheitsstrategie in einem breiten Partizipationsprozess mit Fachexpertinnen und Fachexper-ten (Vertreter:innen aus dem Qualitätsmanagement des intra- und extramuralen Bereichs, von Fachgesellschaften sowie unterschiedlichen Berufsgruppen) sowie mit Erfahrungsexpertinnen und Erfahrungsexperten (Selbsthilfeorganisationen, Armutsbetroffene, Menschen mit Migrati-onshintergrund, Vertreter:innen aus der Bevölkerung) neu überarbeitet und publiziert. In einem Kurzvortrag wird der (partizipative) Entstehungsprozess vorgestellt. Zudem werden die neue Struktur der Qualitätsstrategie sowie die Zielsetzungen und Handlungsfelder beider Strategien erläutert. Dabei wird auch auf die Abstimmung jener Themen eingegangen, die in beiden Strategien als gemeinsame Schwerpunkte ausgewählt wurden.
Zur Veranschaulichung werden zwei Beispiele aus den Strategien in Österreich aufgegriffen, wobei eines allgemein und das andere Beispiel sehr konkret ist:
- Kulturwandel
- Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen
Diese Beispiele sollen verdeutlichen, wie die Strategien als Handlungsleitfaden dienen können, um etwa Qualitätsmanagement und Patientensicherheit systematisch miteinander zu verbinden und praxisnah umzusetzen.